Motivation und Konflikte – Brandstifter oder Feuerwehrmann?

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(c) oldskoolmann.de

Heute auf der Rückfahrt vom Fitnessstudio eine schöne Stelle in einem Lied gehört:

„Ein Feuer brennt nur dann weiter, wenn es genährt wird.“

Das kann man auf positive wie negative Dinge übertragen. Lob und Anerkennung sind Benzin für das Engagement und die Motivation von Menschen.
Streitigkeiten und Konflikte haben nur dann Bestand, wenn immer und immer wieder eins obendrauf gesetzt wird. Beachten wir also mehr gute Taten von anderen – und – ignorieren auch mal einen emotionalen Schnellschuss von Kollegen, vom Partner oder von Mitarbeitern.

Dann entfachen wir das Feuer für „gute Dinge“ und lassen „hitzige Diskussionen“ einfach mal verglühen. Einfach mal sagen: „Sie beeindrucken mich. Das haben Sie wirklich gut gemacht.“ Oder: „Ihre Vorschläge sind mir immer sehr wichtig, weil ich Sie als sehr gewissenhaften und kompetenten Mitarbeiter kenne und schätze. Ich möchte deswegen ganz in Ruhe für mich nochmal darüber nachdenken, ob wir hier eine gemeinsame Lösung finden können.“

Im richtigen Moment ein Feuer nähren oder auch mal löschen können, das ist ein Balanceakt zwischen „Brandstifter“ und „Feuerwehrmann“.

Viel Erfolg und Gesundheit, JME

Potentialberatung für KMUs – mit staatlicher Förderung modernisieren

Mit Potentialberatung modernisieren – der Beratungsscheck vom Land NRW für kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) in NRW

alte Aktenordner

Das Angebot des Landes NRW richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen in Nordrhein-Westfalen. Hier stellt die Landesregierung eine attraktive Fördermöglichkeit aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds zur Verfügung. Das hört sich zunächst bürokratisch an, ist aber ein sehr niederschwelliges Programm. 50% der Beratungskosten werden bezuschusst. Dazu erhalten Sie von einer Beratungsstelle in Ihrer Nähe (www.potentialberatung.nrw.de) nach einer Beratung den Beratungsscheck. Mit dem Beratungsscheck können wir sofort mit der Potentialberatung beginnen.

Konkret in folgenden Feldern mit folgenden Zielen:

  • Arbeitsorganisation, Verbesserung der Gestaltung und Steuerung von Abläufen und Strukturen
  • vorausschauende Personalentwicklung, flexiblerer Personaleinsatz durch kontinuierliche Weiterbildung
  • Innovationen durch kompetente Beschäftigte
  • Gesundheit am Arbeitsplatz, betriebliche Gesundheitsförderung
  • optimale Gestaltung von Arbeitsumfeld und Arbeitsbedingungen
  • nachhaltiges Wissensmanagement, Weitergabe von Erfahrungswissen an jüngere Beschäftigte

Förderbedingungen:

  • Ihr Unternehmen hat weniger als 250 Beschäftigte (TZ-Beschäftige zählen anteilig, Azubis bleiben unberücksichtigt)
  • mindestens 1 sozialversicherungspflichtig Beschäftigter in Vollzeit
  • Sitz und Arbeitsstätte ist in NRW
  • Ihr Unternehmen ist älter als 5 Jahre

Gefördert werden:

  • 1-15 Beratungstage (Beratungs-Tagewerke im Unternehmen vor Ort)
  • 50% der Beratungskosten, max. 500,00 Euro pro Tagewerk (8 Stunden)
  • Dauer einer Potentialberatung maximal 9 Monate, in zwei Schritten möglich (insgesamt 15 Beratungstage)
  • nach Beendigung der Potentialberatung beantragen Sie mit dem Beratungsscheck die Förderung

In der Regel kommen zur Beantragung des Beratungsschecks VertreterInnen der “Beratungsstelle für Potentialberatung” zu Ihnen in den Betrieb.

Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Viel Erfolg und Gesundheit, JME

Bewerbung – lange Verbleibdauer richtig darstellen

Jobmesse Bielefeld
auf der Jobmesse Arbeitgeber treffen

Personaler werden bei häufigen Arbeitgeberwechseln sehr hellhörig. Insbesondere dann, wenn die Verbleibdauer oftmals sehr kurz war. Schnell kommt da die Vermutung auf, dass Unzuverlässigkeit, mangelndes Durchhaltevermögen oder sonst irgendein persönliches Fehlverhalten immer wieder zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses geführt haben. Daher müssen diese Wechsel nachvollziehbar begründet werden. Spätestens im Vorstellungsgespräch werden Bewerber darauf angesprochen.

Bei Bewerbern mit einer überdurchschnittlich langen Verbleibdauer bei einem Arbeitgeber kann ebenfalls ein gewisses „Geschmäckle“ entstehen. Mangelnde Flexibilität, fehlende Lernbereitschaft oder zu wenig Zielorientierung können da hinein interpretiert werden. Auch hier kommt mit Sicherheit irgendwann die Frage, aus welchem Grund Sie so lange in einer Position verblieben sind – und jetzt wechseln möchten.

Hier empfehle ich, die lange Zeit bei einem Arbeitgeber aufzugliedern. Insbesondere dann, wenn Sie innerhalb der Firma die Stelle intern gewechselt haben, sich in neue Aufgabengebiete eingearbeitet haben und mehr Verantwortung getragen haben. Das wird nicht deutlich, wenn Sie die berufliche Station so darstellen:

01.2000 – 12.2014 kaufmännische Angestellte, Dackelkorb GmbH, Teutoburger Wald

Hier kann niemand so wirklich etwas damit anfangen. 14 Jahre in einer Firma? Erstens: Es kommt darauf an, knapp und auf den Punkt gebracht darzustellen, was Sie tatsächlich mit welcher Verantwortung in dieser Position gemacht haben. Bei Fach- und Führungskräften zusätzlich mit welcher Personal- und Budgetverantwortung und mit welchem Erfolg. Das gilt für Bewerber mit häufigeren Wechseln ebenfalls.

Zweitens: Zeigen Sie, dass Sie sich innerhalb der Firma weiterentwickelt haben. Dass Sie Ihrem Arbeitgeber treu gewesen sind und sich gleichzeitg flexibel in neue Aufgabengebiete eingearbeitet haben. Womöglich mit mehr Personal- und Budgetverantwortung und einem Sprung auf der Karriereleiter. Das kann ein Personaler aus der obigen Formulierung nicht herauslesen.

Hier mein Vorschlag:

01.2000-04.2014 Dackelkorb GmbH, Teutoburger Wald
in folgenden Positionen:

  • 10.2010 – 04.2014 Leiterin Einkauf
    Tätigkeitsschwerpunkte…
    Personalverantwortung…
    Budgetverantwortung…
    besondere Projekte und Erfolge…
  • 10.2007 – 09.2010 stellv. Leiterin Einkauf

Sicherlich gibt es hier unterschiedliche Ansätze und Darstellungen. Ziel ist insgesamt, dass Sie dem Personalentscheider zeigen, dass Sie sich fortlaufend weiterentwickelt haben und auch zukünftig offen und flexibel für neue Aufgaben sind. Dann kann z.B. Ihr Wechsel in eine andere Branche besser nachvollzogen werden. Dafür haben Sie sicherlich gute Gründe.

Viel Erfolg und Gesundheit, JME

Work-Life-Balance – Körpersprache, „wortwörtlich“

Signale des Körpers finden wir oft in unserer Sprache wieder.

Körperliche Beschwerden haben in vielen Fällen – nicht in allen – seelische Ursachen. Unsere Sprache verbindet das sehr schön miteinander. „Etwas liegt schwer im Magen“ – „Jemand zerbricht sich den Kopf“ – „Es ist etwas über die Leber gelaufen“ – „einen dicken Hals haben“. Die Belastungen, denen wir täglich ausgesetzt sind, die sind oftmals nicht sofort in Krankheiten greifbar. Auf Dauer gesehen sucht sich die Seele ein Ventil. Ein Bogen, der ständig gespannt ist, bricht irgendwann.

Hören Sie auf die Signale Ihres Körpers, denn Magentabletten oder Aspirin bekämpfen zwar die Symptome, nicht aber die Ursache. Das wäre aber nur die halbe Wahrheit.
Wenn Körper und Seele ein untrennbar miteinander verbundenes System sind, dann ist die Wirkung auch in die umgekehrte Richtung möglich. Wenn Sie körperlich fit sind, dann können Sie auch in stressigen Situationen „Lasten schultern“ – „einen langen Atem haben“ und „ein starkes Rückgrat“ beweisen.

Hören Sie mal in einem Gespräch genau hin – mit den Worten, die jemand in den Mund nimmt, sendet er eindeutige Signale über die augenblickliche seelische und körperliche Verfassung. Nehmen Sie auch mal was „auf die leichte Schulter“, dann haben Sie nicht so schnell „die Nase voll“. Sicherlich auch ein guter Beitrag für Ihre Work-Life-Balance.

Anselm Grün gibt uns hier einen wertvollen Hinweis und schreibt in seinem Buch „Was soll ich tun?“ dazu:

„Das Gefühl der Überforderung kann dazu einladen, auch mit sich selbst gut umzugehen und sich selbst etwas zu gönnen.“

Viel Erfolg und Gesundheit, JME

Kommunikation – Positionenkarussell

Positionen drehen sich in der Kommunikation oft im Kreis, Interessen öffnen neue Wege.

Der Mann sagt: „Immer, wenn meine Frau schimpft, dann gehe ich in den Keller zum Basteln“. Die Frau sagt: „Ich schimpfe immer dann, wenn er in den Keller zum Basteln geht.“ Ein Kreis ohne Anfang und Ende. Kann dann die „Schuldfrage“ wirklich geklärt werden? Das können wir auf viele Situationen im Privaten und im Beruf übertragen.

Noch ein Beispiel eines unendlichen Zirkels. Der Lehrling: „Mein Chef lässt mich nichts eigenständig machen, ich soll bei jedem Blödsinn nachfragen.“ Der Meister sagt: „Der ist so unselbständig, dem muss man jeden Schritt vorgeben.“

Diese Kreise aufzubrechen, das gelingt nur dadurch, in dem sich Menschen über die Bedürfnisse des anderen klar werden. Der Mann möchte vielleicht am Tag eine persönliche Auszeit haben, um von der Arbeit runterzukommen. Dann geht es ihm besser. Die Frau hat an sich nichts gegen das Hobby des Mannes. Sie wünscht sich eventuell mehr Zeit zu zweit, ein gemeinsames Abendessen und dass sie ihr Mann mehr wahrnimmt.

Fragen Sie sich mal, wann Sie sich im Kreis drehen. Schauen Sie dann mal auf die Bedürfnisse des Gegenübers. Und: Verdeutlichen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse.

Viel Erfolg und Gesundheit, JME

Führung – Mitarbeiterbeteiligung ohne Ende?

Mitarbeiterbeteiligung und ein kooperativer Führungsstil sind gut und sinnvoll. Wenn Mitarbeiter von etwas überzeugt sind, dann sehen sie einen Sinn in ihrem täglichen Engagement im Sinne der gemeinsamen Zielerreichung. Das wäre aber nur die halbe Wahrheit.

Es gibt Situationen, in denen sich ein Vorgesetzter auf keine Diskussionen einlassen sollte. Vor allem dann, wenn in der Entscheidungsfindung alle Ebenen mit einbezogen wurden und es nun an die Umsetzung der vereinbarten Schritte geht. Wenn dann Bedenkenträger unbegründeten „Sand ins Getriebe“ streuen oder den Nichtschwimmern mal wieder die Badehose nicht passt, dann ist konsequente Führung mit deutlichen Ansagen und konsequentem Handeln gefragt. Auch gegen mögliche Widerstände.

Und: Mitarbeiter erwarten von einer Führungskraft, dass sie auch wirklich führt. Dazu gehört es auch, dass permanenten „Quertreibern“ klare Ansagen gemacht werden. Denn das Team leidet unter solchen Kolleginnen und Kollegen. Alles dreht sich nur noch um den Konflikt und nicht wirklich um die eigentliche Aufgabe. Ein Flow kann sich nicht einstelllen.

Die hohe Kunst besteht darin, den richtigen Zeitpunkt für den Wechsel von Beteiligung zu zielorientierter Umsetzung zu finden – und auch durchzusetzen. Das vermitteln keine Lehrbücher. Führungskräfte sind hier nicht nur als Experten und Unternehmer gefragt, sondern auch als ganz persönlicher Mensch mit einem gut ausgeprägten Fingerspitzengefühl und Weitsicht.

Viel Erfolg und Gesundheit, JME

Lebensfragen – menschliche Freiheit und göttliche Fügung

Als Coach und als persönlicher Mensch werde ich oft gefragt, wie ich Dinge im Leben sehe. Ich denke sehr oft über Lebensfragen nach.
Als gläubiger Mensch – dazu stehe ich sehr gerne – kann ich so manche Lebensfrage für mich und andere nicht abschließend beantworten. Umso mehr freut es mich, wenn es schöne Beispiele dafür gibt, wie womöglich Dinge zusammenpassen könnten. Hier meine persönliche Antwort auf die Frage:

„Wie kann man denn als gläubiger Mensch „göttliche Fügung“ und „die Freiheit des Menschen“ unter einen Hut bringen?“

Natürlich ist meine Erkenntnis als Mensch sehr begrenzt – ich weiß nicht, ob mein Schutzengel auch mal Mittagspause macht oder in Urlaub fährt.

Dazu passt aber die Geschichte von einer jungen Frau. Sie hatte eine Untersuchung, bei der irrtümlicherweise eine Blutanalyse mit durchgeführt wurde, die für ihre Altersklasse sonst nicht vorgesehen ist. Bei dieser Untersuchung wurde aber der Hinweis auf eine mögliche schwere Erkrankung entdeckt. Es wurde ihr dringend angeraten, sich einer fachärztlichen Untersuchung zu unterziehen. Es bestünde sonst Lebensgefahr.

Diese Untersuchung hat sie für sich persönlich abgelehnt. Wäre sie verstorben – was nicht geschehen ist, da es sich hinterher als Irrtum rausgestellt hat -, so hätte man sicherlich kopfschüttelnd gefragt, wie Gott so ein junges Mädchen sterben lassen kann. Das kann nun jeder für sich selbst bewerten.

Manche Schicksalsschläge oder Unglücke sind nicht begreifbar und die Betroffenen haben daran oftmals keine eigene „Schuld“.

Aber: Manchmal greift – für mich persönlich ist das der Schutzengel in Form von anderen Menschen – irgendetwas in unser Leben ein, damit wir auf Dinge aufmerksam werden. Nennen wir es Schicksal oder Fügung oder oder oder. Was wir daraus machen, das ist dann unsere Entscheidungsfreiheit als Mensch. Und es sind dann auch die Konsequenzen, für die wir uns dann entscheiden. Ich glaube, das ist eine faire Vereinbarung.

Viel Erfolg und Gesundheit, JME

Konfliktlösung – schwierige Menschen

Wir haben es manchmal mit „schwierigen“ Menschen zu tun. Egal was Du tust oder was Du sagst, es ist falsch. Eine Konfliktlösung ist nicht in Sicht. Noch nicht einmal die Bereitschaft dazu. Jedes Wort wird auf eine Waage gelegt, die immer zu Deinen Ungunsten ausschlägt.

Wie gehen wir mit solchen Menschen um? Natürlich kann es sein, dass wir mit einem „verbitterten“ Menschen in einem Verhältnis stehen, das wir nicht einfach mal eben so auflösen können oder möchten – dann ist die Überlegung umso wichtiger.

Ich denke, dass es hilfreich ist, eine gedankliche Abgrenzung zu schaffen. Es ist hilfreich, etwas zu akzeptieren: manche Menschen lassen sich nicht ändern. Die Überlegungen, warum jemand „so“ ist, helfen da nicht weiter und führen ins Uferlose.

Was uns hilft, ist der Gedanke, dass wir bei uns bleiben. Mit unseren Überzeugungen und Empfindungen. Im inneren Dialog können wir sagen: „Du kannst noch so ein kalter und gewissenloser Mensch sein, wie Du möchtest – ich lasse Dich so. Ich werde nicht versuchen, dich zu ändern, weil mich das auffressen würde. Bleib so wie Du bist. Handele weiterhin so. Ich habe nicht die Aufgabe, einen Erwachsenen zu erziehen. Das Leben selbst wird Dich erziehen. Du darfst so bleiben, weil Du das brauchst. Ich lasse Dich so.“

Es ist nicht die Aufgabe, so einen Menschen zu ändern. Die Frage ist vielmehr, ob wir mit einem solchen Menschen arbeiten oder leben möchten und das auch durchhalten. Das wäre dann aber eine grundsätzlich andere Frage.

Viel Erfolg und Gesundheit, JME