Work-Life-Balance – Körpersprache, „wortwörtlich“

Signale des Körpers finden wir oft in unserer Sprache wieder.

Körperliche Beschwerden haben in vielen Fällen – nicht in allen – seelische Ursachen. Unsere Sprache verbindet das sehr schön miteinander. „Etwas liegt schwer im Magen“ – „Jemand zerbricht sich den Kopf“ – „Es ist etwas über die Leber gelaufen“ – „einen dicken Hals haben“. Die Belastungen, denen wir täglich ausgesetzt sind, die sind oftmals nicht sofort in Krankheiten greifbar. Auf Dauer gesehen sucht sich die Seele ein Ventil. Ein Bogen, der ständig gespannt ist, bricht irgendwann.

Hören Sie auf die Signale Ihres Körpers, denn Magentabletten oder Aspirin bekämpfen zwar die Symptome, nicht aber die Ursache. Das wäre aber nur die halbe Wahrheit.
Wenn Körper und Seele ein untrennbar miteinander verbundenes System sind, dann ist die Wirkung auch in die umgekehrte Richtung möglich. Wenn Sie körperlich fit sind, dann können Sie auch in stressigen Situationen „Lasten schultern“ – „einen langen Atem haben“ und „ein starkes Rückgrat“ beweisen.

Hören Sie mal in einem Gespräch genau hin – mit den Worten, die jemand in den Mund nimmt, sendet er eindeutige Signale über die augenblickliche seelische und körperliche Verfassung. Nehmen Sie auch mal was „auf die leichte Schulter“, dann haben Sie nicht so schnell „die Nase voll“. Sicherlich auch ein guter Beitrag für Ihre Work-Life-Balance.

Anselm Grün gibt uns hier einen wertvollen Hinweis und schreibt in seinem Buch „Was soll ich tun?“ dazu:

„Das Gefühl der Überforderung kann dazu einladen, auch mit sich selbst gut umzugehen und sich selbst etwas zu gönnen.“

Viel Erfolg und Gesundheit, JME

Lebensfragen – menschliche Freiheit und göttliche Fügung

Als Coach und als persönlicher Mensch werde ich oft gefragt, wie ich Dinge im Leben sehe. Ich denke sehr oft über Lebensfragen nach.
Als gläubiger Mensch – dazu stehe ich sehr gerne – kann ich so manche Lebensfrage für mich und andere nicht abschließend beantworten. Umso mehr freut es mich, wenn es schöne Beispiele dafür gibt, wie womöglich Dinge zusammenpassen könnten. Hier meine persönliche Antwort auf die Frage:

„Wie kann man denn als gläubiger Mensch „göttliche Fügung“ und „die Freiheit des Menschen“ unter einen Hut bringen?“

Natürlich ist meine Erkenntnis als Mensch sehr begrenzt – ich weiß nicht, ob mein Schutzengel auch mal Mittagspause macht oder in Urlaub fährt.

Dazu passt aber die Geschichte von einer jungen Frau. Sie hatte eine Untersuchung, bei der irrtümlicherweise eine Blutanalyse mit durchgeführt wurde, die für ihre Altersklasse sonst nicht vorgesehen ist. Bei dieser Untersuchung wurde aber der Hinweis auf eine mögliche schwere Erkrankung entdeckt. Es wurde ihr dringend angeraten, sich einer fachärztlichen Untersuchung zu unterziehen. Es bestünde sonst Lebensgefahr.

Diese Untersuchung hat sie für sich persönlich abgelehnt. Wäre sie verstorben – was nicht geschehen ist, da es sich hinterher als Irrtum rausgestellt hat -, so hätte man sicherlich kopfschüttelnd gefragt, wie Gott so ein junges Mädchen sterben lassen kann. Das kann nun jeder für sich selbst bewerten.

Manche Schicksalsschläge oder Unglücke sind nicht begreifbar und die Betroffenen haben daran oftmals keine eigene „Schuld“.

Aber: Manchmal greift – für mich persönlich ist das der Schutzengel in Form von anderen Menschen – irgendetwas in unser Leben ein, damit wir auf Dinge aufmerksam werden. Nennen wir es Schicksal oder Fügung oder oder oder. Was wir daraus machen, das ist dann unsere Entscheidungsfreiheit als Mensch. Und es sind dann auch die Konsequenzen, für die wir uns dann entscheiden. Ich glaube, das ist eine faire Vereinbarung.

Viel Erfolg und Gesundheit, JME