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Teamführung in der Praxis – Planung bietet Freiräume.

Beispiel Planungsmatrix

Beispiel für eine Teamplanung

Je einfacher, desto besser. Ja. Das stimmt. Aber ist die Zeit für eine grobe Planung wirklich überflüssig? Ein ganz klares Nein. Von der Hand in den Mund zu arbeiten, das bedeutet Chaos und hat mit Flexibilität nichts zu tun. Mitarbeiter stehen rum und müssen fragen, was sie als nächstes tun sollen. Ein bisschen zu flexibel, wie ich meine.

Hier mal ein Beispiel, wo ein Teamleiter der Baubranche (Türen und Fenster) in unserer gemeinsamen Zusammenarbeit ein Hilfsmittel für die Praxis erarbeitet hat. Das kennen Sie bereits? Prima! Dann haben Ihre Teamleiter dieses Problem nicht. Aber er hatte einfach keinen Überblick, wie er den Tag auf der Baustelle strukturieren und koordinieren kann. Zu viele Leerlaufzeiten waren das Thema. Zu wenig Übersicht und Zeit, um sich mal einen Überblick über die Arbeitsergebnisse des Teams – rechtzeitig – zu verschaffen (siehe Führungsprozess: Kontrolle).

Das Thema war auch, an welcher Stelle Pausen möglich sind (hier der worst case: ein 10 Stunden Tag, also müssen Pausen gemäß dem Arbeitszeitgesetz auch unbedingt mit eingeplant werden. Auch der Wechsel der Tätigkeiten im Sinne einer körperlichen Entlastung müssen geplant werden).

Auch in der Planungshilfe drin: Zeiten für Sauberkeit und Ordnung am Arbeitsplatz. Verminderung von Such- und Wegezeiten (5A oder 5S aus der Industrie). Und: Sehr wichtig, dass Zeiten für die Koordinierung und Absprachen mit eingeplant werden. Das erspart „Nachsitzen“. Als wir die Planungs-Matrix erarbeitet haben, bekam er leuchtende Augen. Das hätte er zwar schon so im Kopf, aber dann doch nicht so klar. Endlich hätte er etwas „Greifbares“.

Natürlich ist die Planungshilfe nur ein grober Ansatz und er musste das für sich anpassen. Es war ja auch nur als Ansatz für seine zukünftige Teamführung und Planung gedacht. Er hat es dann mit Leben gefüllt.

Sein Feedback: „Damit kann ich wirklich was im täglichen Leben anfangen. Man merkt, dass Du viele Jahre in der Praxis warst und die Probleme vor Ort kennst.“ Einige Wochen später: „Wir kommen viel besser klar. Wir schaffen unsere Aufträge besser und haben trotzdem Pausen. Mein Team ist dadurch viel motivierter, weil wir Freiräume für Unvorhergesehenes haben.“

Ja. Und deswegen macht mir das so viel Freude, meine Erfahrungen weiter zu geben. Hohe Schule? Nein. Das sind Basics, die leider zu oft fehlen – und das kostet richtig Geld.

Viel Erfolg und Gesundheit.

JME